Geschichte der Lebensversicherung in Großbritannien
Die Gründung der ersten Lebensversicherung in Großbritannien geht auf das Jahr 1699 zurück und basierte in erster Linie darauf, den Schutz der Familien besonders bedrohter Berufszweige wie den Ärzten, Klerikern und Seeleuten darzustellen. In Deutschland wurde mit der Gothaer die erste deutsche Lebensversicherungsgesellschaft im Jahre 1827 gegründet.
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Von Anfang an stand eine faire, gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Kunden und Versicherer mit dem anfänglichen Ziel der Hinterbliebenenabsicherung, das der späteren Ertragsorientierung als Kapitalanlage wich. Mit den Jahren entstanden so zahlreiche Gesellschaften, Anlagekonzepte (With Profits) und Kontrollmechanismen, die im Zuge der Europäisierung der Finanz- und Versicherungswelt heute als wegweisend gelten und in die deutschen Richtlinien Einzug gehalten haben.
Heute kommt der finanziellen Absicherung und der Verfügbarkeit der Gelder im Alter eine immer größere Bedeutung zu, die durch das englische „With Profits System“ auch für den deutschen Anleger zugänglich gemacht wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt kommt der Kontrolle der Gesellschaften zu, die in gleichem Maße entstanden war, wie die Gesellschaften selbst. Die Entscheidung über die Anlage der Kundengelder, die einer Investmentanlage sehr ähnlich ist, obliegen dem Versicherer. Der Aktuar, nur der englischen Aufsicht, der FSA (Financial Service Authority), unterworfen, prüft die Einhaltung der Zusagen.
Dieses System mit nunmehr historisch nachgewiesenen hohen Renditen, Flexibilität in der Vertragsgestaltung sowie fairer Umgang mit den Kunden stellt eine modernere Anlage dar, als die einer rein in Aktien investierten oder die, in einer schuldverschreibungsorientierten dt. Lebensversicherung.
Investiert wird von britischen Versicherern ein vergleichsweise hoher Anteil der Versicherungsgelder in Aktien (40 bis 75%). Die Aktienquote einer deutschen Lebensversicherung darf maximal 35% betragen (historisch zwischen 8-14%). Auch gilt als Wert der jeweiligen Police nicht der Buchwert wie in Deutschland, sondern die Anlage wird mit dem jeweiligen Zeit-, bzw. Marktwert angesetzt. Gewinne werden dem Anleger vergleichsweise zeitnah zugewiesen. Stille Reserven und Abschreibungen auf Immobilien, wie es im deutschen Markt die Regel ist, gibt es beim britischen Versicherer nicht:
Gewinne aus den Anlagen sollen dem Versicherungskunden und nicht der Gesellschaft, bzw. dem Aktionär dieser Gesellschaft zustehen!
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